Rund 120 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg ins Lichtspielkino Bamberg zu einer ungewöhnlichen Filmvorführung. Gezeigt wurde "Das Gewicht der Welt" - ein Film der in rund 90 Minuten tiefe und ganz persönliche Einblicke lieferte in die Welt von Wissenschaftler*innen, die in ihrer Forschung und Arbeit täglich mit den Auswirkungen der Klimakrise konfrontiert sind. Alle drei portraitierten Forschende kommen auf ihrem je eigenen Weg zu der Erkenntnis, dass Forschung alleine nicht mehr aussreicht. In Zeiten zunehmender Klimakatastrophen, politischer Lähmung und gesellschaftlicher Spaltung bot der Film damit einen emotionalen Zugang zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen? Im anschließenden Filmgespräch, dass von Sebastian Zink (Umweltbeauftragter der Erzdiözese Bamberg) moderiert wurde, bot mit Prof. Sebastian Seiffert (Prof. für physikalische Chemie, JGU Mainz) einer der Hauptdarsteller des Films die Möglichkeit mehr über Hintergründe und Motivation des Films zu erfahren, ergänzt um die Perspektive des bei Scientist Rebellion aktiven Prof. Rasmus Hoffmann (Lehrstuhl für Soziologie der sozialen Ungleichheit, Uni Bamberg). Intensiv wurde im Kinosaal über die Möglichkeit und Notwendigkeit von Hoffnung, über eine machtkritische Perspektive auf den aktuellen Diskurs und den Sinn aktivistischer Methoden diskutiert und im Salon des Kinos in immer noch großer Runde weitergeführt wurden.
Wie bereits früher berichtet, sind die Freisinger Bischofskonferenz und damit auch das Erzbistum Bamberg im Herbst 2025 den Blühpakt Bayern mit der Bayerischen Staatsregierung eingegangen. Gemeinsam wurde in diesem Rahmen mittlerweile das Projekt SchöpfungsGarten gestartet. Alle Akteure in der Katholischen Kirche Bayern sind hierbei dazu eingeladen, biodiversitätsfreundliche Flächen zu gestalten, um heimische Pflanzen und Tiere - insbesondere Insekten - aktiv zu unterstützen. Auf einer Projektseite sind mittlerweile viele wertvolle Tipps und Orientierungshilfen zusammengetragen. Als ein weiterer nächster Schritt ist vorgesehen, gute Beispiele aus der Praxis vorzustellen. Aus diesem Grund bitten wir darum, uns Maßnahmen an umwelt@erzbistum-bamberg.de zu melden, die in den letzten Jahren zur Steigerung der Artenvielfalt auf kirchlichen Flächen vorgenommen wurden. Wichtig sind Ort, Art und Umfang der Maßnahme, evtl. vorher-nacher Bilder sowie die Angabe, ob sie bereit wären, einen Hinweis auf das Projekt auch online veröffentlichen zu lassen.
Eine Wildkräuterführung durch den Hain, selbstgemachte Putz- und Waschmittel, ein Crashkurs zum fairen Handel oder ein Workshop rund um vegane und vegetarische Ernährung – der Nachhaltigkeitstag des Erzbischöflichen Ordinariats am 7. Mai im Bistumshaus St. Otto bot vielfältige Zugänge zu einem komplexen Thema. Die Mitarbeitenden hatten die Möglichkeit, Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven nicht nur kennenzulernen, sondern auch ganz praktisch und mit allen Sinnen zu erleben.
Die erste internationale Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien, die im kolumbianischen Santa Marta stattfand, hat aus Sicht des katholischen Hilfswerkes Misereor ein entscheidende politische Weichenstellung für erneuerbare Energien erbracht: Mehr als 50 beteiligte Staaten machten deutlich, dass der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas nicht länger vertagt, sondern konkret ausgestaltet werden soll. Die von Kolumbien und den Niederlanden initiierte Konferenz versteht sich als Ergänzungsformat zu den stockenden UN Klimaverhandlungen und knüpft an die auf der COP28 im Jahr 2023 gefassten Beschlüsse zum fossilen Ausstieg an.
Wir machen uns auf den Weg, um echte Verbundenheit zu erfahren: mit der Mitwelt, die wir aus christlicher Perspektive als Schöpfung verstehen, und untereinander. Als Teil dieser Schöpfung und zugleich mit besonderer Verantwortung für deren Erhalt ausgestattet suchen wir nach Möglichkeiten, wesentliche Aspekte einer ganzheitlichen Ökologie in unser Leben und Wirken einzubeziehen.
Der Bamberger Dom beteiligt sich an der weltweiten Aktion „Earth Hour“ und setzt damit ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz. In der Zeit von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr wird am Samstag (28. März) die Beleuchtung der Kathedrale vollständig ausgeschaltet. Damit liegt die Mutterkirche des Erzbistums Bamberg und zugleich Herzstück des UNESCO-Weltkulturerbes für eine Stunde im Dunkeln.
Alle kirchlichen Stiftungen im Erzbistum Bamberg, die einen Friedhof betreiben, sind eingeladen, Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und Artenvielfalt auf katholischen Friedhöfen umzusetzen. Sie werden dabei mit Mitteln aus dem Biodiversitätsfonds der Erzdiözese sowie aus dem Blühpakt Bayern unterstützt.
Einen Doppelsieg feierten Cinja und Lilian Aline am 30. Januar 2026 im gut gefüllten Jugendkulturtreff „IMMERHIN – Haus der Jugend“ in Bamberg. Beim Poetry Slam anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des päpstlichen Umwelt- und Sozialschreibens „Laudato si‘“ überzeugten beide mit ihren eindrücklichen Auftritten gleichermaßen das Publikum.
Protest im Auftakt, Hoffnung im Schlussakkord: Unter dem Motto „Gehen wir singend voran!“ verbinden die Schöpfungskonzerte der Bistumsband „Sinnergie“ Popmusik mit päpstlichen Impulsen aus der Enzyklika ‚Laudato si‘. In Stegaurach wurde daraus ein Auftritt, dessen Töne und Themen hoffentlich noch lange nachhallen. Zwischen den Liedern verliest Umweltreferent Sebastian Zink Passagen aus der Enzyklika ‚Laudato si‘: Worte über Verantwortung, über Gerechtigkeit, über das fragile Gleichgewicht der Erde. An zahlreichen Stellen wird deutlich, dass ein Umdenken bitter nötig ist. Auch zehn Jahre nach seiner Veröffentlichung scheint der Text aktuell wie nie.
Als im Herbst 2025 auf den Social-Media-Plattformen die sogenannte "Baumpflanz-Challenge" viral ging, dauerte es nicht lange, bis auch das Erzbistum Bamberg zeitgleich von verschiedenen Seiten nominiert wurde. Auf Anregung des diözesanen Umweltbeauftragten Sebastian Zink wurde in Vierzehnheiligen angefragt, ob man Platz für einen Baum hätte. Dort war man sofort dabei. Gleichzeitig kam man gemeinsam überein, den Baum in Erinnerung an die Enzyklika Laudato si' zu pflanzen. Denn diese hatte im Jahr 2025 ihr zehnjähriges Jubiläum. Ein dauerhafter Baum, an dem eine Schiefertafel an die Sozial- und Umweltenzyklika von Papst Franziskus erinnert - und damit an die bleibende christliche Aufgabe, als Hüter der Schöpfung für deren Erhalt zu sorgen und einzutreten.