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ERDverbunden - ein Ökologisches Abendgebet

Im Herbst 2024 startete in der Nürnberger Innenstadtkirche eine Reihe von Ökologischen Abendgebeten als liturgisches Experiment. Gerne stellen wir die Konzeption, die sich im Lauf der Zeit entwickelt hat, hier zur Verfügung. 

Worum es geht ...

Mit einem Ökologischen Abendgebet wollen wir gemeinsam Dank sagen für die Schönheit der Schöpfung, aber auch der Klage Raum geben über ihren aktuellen Zustand. Wir wollen Perspektiven aufzeigen für eine geschwisterliche Verbundenheit mit allen Mitgeschöpfen. Wir wollen gemeinsam Impulse setzen für eine gesellschaftliche Veränderung - damit Hoffnung zum Handeln führt, damit aus Handeln Hoffnung entsteht, damit Hoffnung lebendig wird, dass die Dinge auch besser sein können. 

Inspiriert vom Politischen Nachtgebet von Dorothee Sölle soll so der Brückenschlag zwischen Gebet und politisch-gesellschaftlichem Engagement betont werden.

Dazu greifen wir aktuelle Themen einer sozial-ökologischen Transformation auf und laden engangierte Menschen aus der (Stadt-)Gesellschaft ein, ihre Klagen und Hoffnungen mit uns zu teilen sowie uns Möglichkeiten aufzuzeigen selbst aktiv zu werden.

"ERDverbunden" ist erwachsen aus einer Kooperation des Umweltreferats der Erzdiözese Bamberg mit dem UKAMA-Zentrum für sozial-ökologische Transformation der Jesuiten in Nürnberg.

Für eine Prozessbegleitung hin zu einem eigenen Angebot, wenden Sie sich gerne an sebastian.zink@erzbistum-bamberg.de.

Wo es passt ...

  • regelmäßiges (monatliches / vierteljährliches) Angebot für die ganze Gemeinde
  • einmaliges Angebot z. B. in der Ökumenischen Schöpfungszeit oder in der Fastenzeit
  • Zusammenarbeit mit nichtkirchlichen Gruppen im Sozialraum (Dorf, Stadt, Stadtviertel)
  • als ökumenisches oder interreligiöses Projekt
  • als Modul bei thematisch verwandten Veranstaltungen
  • ...

Wie es funktionieren kann ...

Entscheiden Sie sich für ein Fokusthema, das im ökologisch-sozialen Nahraum gerade wichtig ist oder grundsätzlich interessant sein könnte (z. B. Mobilität, Müll, Artenvielfalt, Energie, Armut, …). Wenn Aktive aus entsprechenden zivilgesellschaftlichen Initiativen gewonnen werden können, von ihren Erfahrungen, ihrer Motivation und ihren Herausforderungen zu berichten, wird das Gebet konkreter, lebendiger und praktischer.

Das Konzept des Abendgebets ist inspiriert von Joanna Macys "Work That Reconnects" (dt. "Praxis, die wieder verbindet") und folgt den dort vorgezeichneten vier Schritten:

  • Wir beginnen mit der Dankbarkeit. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass wir leben und die Möglichkeiten haben, die wir haben.
  • Im Anschluss geben wir unseren "Schmerz um die Welt" Ausdruck, wollen ihn durch Impulse und Austausch aktiv wahrnehmen, nicht verdrängen und teilen. 
  • Im nächsten Schritt üben wir ein "mit neuen Augen zu sehen". Wir wollen uns durch biblische Zeugnisse dazu inspieren lassen eine hoffende Haltung einzunehmen - unsere Verbindung zur Schöpfung, zu Gott als Quelle allen Lebens, zur Schöpfungskraft wieder klarer zu sehen und zu spüren. 
  • Bevor wir auseinandergehen reflektieren wir: Wie bin ich jetzt da und wie gehe ich weiter? Spüre ich einen Impuls zum Handeln? Dies stellen wir zum Abschluss unter den Segen Gottes.

Das Gebet lebt vom Wechsel zwischen inhaltlichen Impulsen und verschiedenen Formen des interaktiven Austausches (Gespräch in der Kleingruppe, aktives Zuhören, ...). Eine Phase der Stille - z. B. nach der Auslegung des biblischen Hoffnungswortes - oder ein gemeinschaftliches Ritual können vertiefen. 

Zu Beginn und zum Schluss sowie zwischen den Schritten können thematisch passende Lieder und Gebete eingefügt werden.

Und ...

Mehr über "Work That Reconnects" findet sich unter www.workthatreconnects.org und in dem Buch Macy, J. / Brown, M.: Coming Back to Life: The Updated Guide to the Work That Reconnects, 2014 (deutsch: Macy, J. / Brown. M.: Für das Leben! Ohne Warum: Ermutigung zu einer spirituell-ökologischen Revolution, 2017).