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Inspirationen für ein nachhaltiges Osterfest

Ostern an Nachhaltigkeit denken – kann man denn nicht einfach mal Spaß haben? Ja klar, und das schließt sich nicht einmal aus. Ich bin mir sogar sicher, ein nachhaltigerer Lebensstil lässt sich ohne Spaß und Freude gar nicht auf Dauer umsetzen – schließlich geht es auch um ein besseres Leben für uns selbst.

Vielleicht laden folgenden drei Inspirationen in diesem Sinne zum Nachahmen ein:

Zubereitung einer Gründonnerstagssuppe

Noch heute kennt man an Gründonnerstag in manchen Familien eine schlichte Suppe als Fastenessen, mancherorts erfährt sie als gesunde und geerdete Mahlzeit auch einen neuen Aufschwung. Hauptzutat sind meist neun Wildkräuter, die sich je nach Region unterscheiden – je nachdem, was sich in der Natur bzw. im Garten so findet. Im christlichen Kontext stehen sie sowohl für die neuerwachende Natur als auch für das Leiden Jesu (als Anleihe aus dem jüdischen Pessach-Ritus, wo sie an die Leiden des Volkes Israel in Ägypten erinnern) – ein Teil der Kräuter hat einen eher bitteren Geschmack.

Typische Frühlingskräuter für eine Gründonnerstagssuppe sind z. B. Brennnessel, Giersch, Spitzwegerich, Löwenzahn, Vogelmiere, Taubnessel, Gänseblümchen, Bärlauch, Schafgarbe, Brunnenkresse oder Gundermann (Gundelrebe). Im Internet gibt es zahlreiche Rezeptideen (immer genau darauf achten, welche Bestandteile der Kräuter genutzt werden)!

Neben der vitalisierenden Wirkung durch die Inhaltsstoffe der Wildkräuter (sie erhalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als die meisten Küchenkräuter) gibt es noch einen weiteren positiven Effekt: Die Mahlzeit ist regional und saisonal – also keine langen Transportwege oder Kühlketten im Hintergrund!

Osterhasen backen

Laut einer Studie von Statista verschenken 75 % der Deutschen zu Ostern Schokolade, Pralinen oder sonstige Süßigkeiten. Oft bleibt am Ende ein großer Berg Verpackungsmüll zurück. Um diesen zu vermeiden, kann man (süße) Leckereien auch einfach selber herstellen – z. B. Hefeteig-Osterhasen. Da macht bereits das gemeinsame Backen Spaß und das Ergebnis ist ein sehr schönes, schmackhaftes und individuelles Ostergeschenk.

Und sollte es doch die Schokolade sein, dann zumindest fair gehandelt. Da schneiden die lilanen und die goldenen Supermarkt-Hasen leider nicht so gut ab.

Osterspaziergang in der Natur

Nach einem ausgiebigem Osterfrühstück bieten die Feiertage eine gute Gelegenheit zu einem ausgedehnten Osterspaziergang in der frühlingssprießenden Natur. Dabei kann man sich einfach an der Schöpfung erfreuen, aber auch viel Interessantes entdecken:

Sind Ihnen z. B. im Wald schon einmal die vielen am Boden liegenden Fichtentriebe aufgefallen? Eichhörnchen beißen während des Winters die jüngsten Triebe mit den von ihnen bevorzugten männlichen Blütenknospen ab und lassen die Triebe nach der Mahlzeit auf den Boden fallen. Dadurch entsteht oft eine fast teppichartige Anhäufung von Fichtentrieben unter den Bäumen.

Und haben Sie schon einmal bemerkt, dass die Zahl der Blütenblätter bei den Frühblühern Leberblümchen und Buschwindröschen variiert? Einfach mal nachzählen – aber bitte die Pflanzen dabei stehen lassen: Leberblümchen stehen bei uns unter Naturschutz, und beide Pflanzen sind leicht giftig.

 

Weitere Tipps für ein nachhaltiges Osterfest gibt es hier https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/feste-feiern/ostern-nachhaltig-feiern