Gelebte Schöpfungsverantwortung nicht (nur) als Option, sondern als zentraler und unverzichtbarer Aspekt christlichen Handelns - darauf haben die großen christlichen Kirchen in den letzten Jahren einhellig, oft und theologisch gut begründet hingewiesen. In der Realität stehen Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen dabei jedoch vor großen Herausforderungen: Vielen Gemeinden fehlt schlicht das Geld für - scheinbar - teuren Klimaschutz. Aber ist das wirklich so? Schließen sich Umweltschutz und Sparen aus? Und: Wie können die Kirchen darüber hinaus aktiv Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen? Veranstaltung mit Prof. Michael Sterner, Florian Luderschmid (Regierungspräsident von Oberfranken), Dr. Wolfgang Schürger (Beauftragter für Umwelt und Klimafragen der ELKB) sowie Petra Postler (Hauptabteilungsleiterin Bau und Liegenschaften, Erzbistum Bamberg)
Im Herbst 2025 sind die Bayerischen (Erz-)Bistümer dem so genannten Blühpakt Bayern beigetreten. Sie haben sich damit dazu verpflichtet, auf den kircheneigenen Flächen Artenvielfalt zu fördern und Insekten zu schützen etwa durch naturnahe Gestaltung und die Nutzung heimischer Pflanzen. Stefanie Propp, Blühpaktberaterin der Regierung von Oberfranken wird die Grundanliegen und Unterstützungsmöglichkeiten durch den Blühpakt vorstellen und Impulse für eine biodiversitätsfreundliche Gestaltung kirchlicher Außenflächen geben.
Die Mitverantwortung für Gottes Schöpfung „ist weder etwas Fakultatives noch ein sekundärer Aspektder christlichen Erfahrung“ (Papst Franziskus). Vielmehr gehört der Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung ins Zentrum christlichen Handelns. An diesem Wochenende werden wir gemeinsamen erarbeiten, wie diese Verantwortung in Pfarreien und Seelsorgebereichen wahrgenommen werden kann. Außerdem entdecken wir die spirituellen Ressourcen,die unser Glaube dafür bereithält.
Die dreitägige Fortbildung „Schöpfung konkret" verbindet schöpfungsspirituelle Erfahrungen (z.B. Sinnesspaziergang, Meditation) mit wissenschaftlicher Orientierung (planetare Grenzen, Donut-Ökonomie) und didaktischen Transfer (Barcamp, Unterrichtsideen). Sie sind eingeladen Schöpfungsbewahrung neu zu erleben, für sich selbst zu durchdenken und anschließend in konkrete Ideen für Gemeinde und Schule zu übersetzen.