Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Cookie-Einstellungen

Vögel und andere Tiere im winterlichen Garten

Viele unserer heimischen Singvögel bleiben auch im Winter in Mitteleuropa und ziehen nicht in den Süden. Das Schöne daran: Selten können wir die Vögel so gut beobachten wie an den Futterhäuschen in vielen unserer Gärten. Allerdings brauchen diese „Wintervögel“ oft mehr als nur ein Futterhäuschen.

  • Rotkehlchen z. B. verbringen die kalte Jahreszeit in Gebüschen und Hecken. Sie haben eigene Nahrungsreviere, kommen aber auch ans Futterhaus, das ein willkommenes Zubrot zu Beeren, Früchten und Samen wie die von Schneeball, Pfaffenhütchen, Hartriegel, Faulbaum, Efeu oder anderen Sträuchern darstellt.
  • Blaumeisen sitzen am liebsten in Baumkronen. Von dort oben haben sie gute Sicht und können ihre Lieblingsnahrung sehr gut erspähen: Samen von Sonnenblumen, Birken, Erlen und anderen nicht geschnittenen Stauden und beerentragenden Gehölzen sowie Puppen von Insekten.
  • Der Zaunkönig versteckt sich gern im Unterholz und in schwer zugänglichen Hecken. Er hält sich auch manchmal an Gewässerrändern, in naturnahen Gärten oder berankten Hauswänden, meist in der Nähe von Gartenteichen, auf und sucht dort nach Insekten.

Eine dichte Hecke, einige Bäume, nicht komplett abgeerntete beerentragende Gehölze, nicht geschnittene, samentragende Stauden und viele Insekten helfen unseren heimischen Vögeln in der kalten Jahreszeit. Wir können den gefiederten Freunden also viel Gutes tun, wenn wir bei der Anlage unserer Gärten auf verschiedene Hecken und Sträucher Wert legen, wenn wir die Gärten beim Winterfest-Machen nicht komplett „säubern“ und sehr zurückhaltend mit Insektiziden umgehen. Diese vernichten nämlich leider oft nicht nur „Schädlinge“, sondern alle Insekten und dezimieren damit auch die Winternahrung vieler Vögel.

Wertvoll sind im Winter auch Nistkästen. Sie bieten nicht nur Vögeln sondern auch kleinen Säugetieren und Insekten ein schützendes Heim. Ob Meisen, Kleiber, Eichhörnchen, Haselmäuse, Garten- und Siebenschläfer oder Falter und Schmetterlinge – selbst die wetterbeständigsten Outdoor-Profis schätzen eine warme Schlafstube.

Manchem Vogel können die Nisthilfen im Winter sogar das Leben retten. Da Vögel im Gegensatz zu vielen winterruhenden oder winterschlafenden Säugetieren 39 bis 42 Grad Körpertemperatur aufrechterhalten müssen, verbrennen sie in der kalten Jahreszeit viel Körperfett, verlieren schnell an Gewicht und sind oft geschwächt. Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann da schnell zum Verhängnis werden.

Wer den Spätsommer als Reinigungstermin verpasst hat, sollte jedoch im Herbst keine Nistkästen mehr säubern, da sie vielleicht schon besetzt sind. Und wer ohnehin neue Nistkästen aufhängen will, sollte nicht bis zum Frühjahr warten. In kalten Winternächten ist eine künstliche Nisthilfe für viele Lebewesen mangels natürlicher Höhlen und Nischen in unseren Städten und noch mehr in unseren ausgeräumten Kulturlandschaften die Rettung.

Wer Vögel zusätzlich unterstützen will, kann Futterstellen aufstellen. Wichtig ist, dass die Vögel ausreichend Platz zum Landen haben und vor Katzen geschützt fressen können. Ab dem Spätherbst können neben normalem Vogelfutter auch Fettfutter und Erdnüsse zugefüttert werden. Der zusätzliche Energieschub kommt sicher gut an.