Nach langwieriger Sanierung wurde das Erlanger Pacelli-Haus im Sommer 2026 feierlich wiedereröffnet. Im Rahmen umfangreicher Umbaumaßnahmen wurde dabei "so nachhaltig wie möglich" gebaut. Ein Schwerpunkt der Sanierung lag dabei auf der energetischen Modernisierung der Gebäudehülle. Die insektenfreundlich bepflanzten Außenanlagen senken durch Entsiegelung und Schatten spendende Stadtbäume Hitzespitzen und mindern die Überschwemmungsgefahr. Im Innenraum folgte man dem Grundsatz "Erhalten statt Ersetzen". Überall wurden so weit als möglich rückbaufähige und nachhaltige Baustoffe bevorzugt verwendet. Mit der umfassenden Sanierung des Pacelli-Hauses wurde ein prägendes Gebäude der Erlangener Innenstadt für kommende Generationen erhalten. Ziel war es, die architektonische Qualität des Bestands zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäße Anforderungen an Energieeffizienz, Funktionalität und Nachhaltigkeit zu erfüllen. Dadurch konnten wertvolle Ressourcen geschont, die im Gebäude gebundene graue Energie erhalten und der unverwechselbare Charakter des Hauses bewahrt werden. Das Ergebnis verbindet moderne Architektur mit einem verantwortungsvollen Umgang mit bestehender Bausubstanz.
Farbgewaltig präsentiert die Eberner Künstlerin Anne Olbrich aktuell im Bistumshaus St. Otto ihre Interpretation des Sonnengesang des Hl. Franziskus. Abstrakt und metaphorisch werden die Strophen dargestellt, eher ein Ausfluss der inneren, auch emotionalen Resonanz, die die einzelnen Strophen bei der Malerin ausgelöst haben. Äußerer Anlass für die neuesten Werke von Anne Olbrich war das 800. Todesjahr des Heiligen aus Assisi im Jahr 2026 und damit auch das 800. Jubiläum der Fertigstellung des Sonnengesangs. Der Lobpreis der Schöpfung ist einerseits der erste lyrische Text, der uns in Italienisch überliefert ist, andererseits ein absoluter Spitzentext christlicher Schöpfungsspiritualität. In ihm preist Franziskus die Schöpfung Gottes in all ihrer Pracht als Werk des Schöpfers und bittet sie an seiner statt (als seine Geschwister) mit ihrer Existenz Gott zu loben. Eine Perspektive, die - so Pater Maximilian Wagner aus Anlass der Vernissage - bei uns Menschen heutzutage etwas in Vergessenheit geraten ist: "Der Mensch hat der Natur seine Herrschaft aufgezwungen, sie ausgebeutet, sie beraubt und verpfuscht." Die vom Fachbereich Umwelt und Klima des Erzbistums initiierte Ausstellung ist bis auf weiteres im Bistumshaus St. Otto zu dessen Öffnungszeiten zu sehen.
Beim diesjährigen Wertetag der Bamberger Maria-Ward-Schulen (Realschule, Gymnasium) beschäftigte sich ein Workshop auch mit dem Thema Schöpfungsverantwortung. Ausgangspunkt des von Realschullehrer Martin Bahl und Sebastian Zink (Umweltreferent des Erzbistums) geleiteten Workshops war die Erkenntnis, dass nach christlichem Schöpfungsverständnis alle Lebewesen Mitgeschöpfe sind - mit einem eigenen Wert unabhängig vom Nutzen für den Menschen. Davon ausgehend beschäftigten sich die Schülerinnen v. a. mit der Frage, wie dieser Anspruch im alltäglichen Konsumverhalten verwirklicht werden kann. Neben der Verantwortung für die Schöpfung ging es für die Schülerinnen in weiteren Workshops um "Demokratie, Dialogfähigkeit und Engagement", um "Menschenwürde und gerechtem Zusammenleben" sowie "Werte im digitalen Raum". Auf diese Weise sollten das besondere Profil der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Bamberg "Die andere Lernwelt - überzeugend christlich" konkretisiert und jeweils zwei Schülerinnen pro Klasse (6.-11. Jahrgangsstufe) zu so genannten "Werteinfluenzerinnen" ausgebildet werden.
Im März 2022 sammelten die Mitglieder des Umweltkreises Laudato Si der Pfarrgemeinde St. Marien bei ihrer ersten gemeinsamen Müllsammelaktion in Coburg-Nord zu elft in etwa eineinhalb Stunden zwölf große Säcke Abfall auf Grünflächen auf. „Infolgedessen hatte ich die Idee zur Gestaltung der Müllvermeidungs-Broschüre“, blickt Kathrin Linnig zurück. Sie freute sich, von ihrem Vorhaben auch Monika Böhmer und Irene Schuler und einige weitere Personen zu begeistern, die Texte und Fotos beisteuerten und bei der Endredaktion mithalfen.