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Aktuelle Meldungen

  • 29.10.2026

"Mit! Mischen! Dreimal hallt es über den Vorplatz der Basilika in Vierzehnheiligen - rund 500 Ministrantinnen und Ministranten machen damit deutlich: Sie wollen nicht nur am Altar mitwirken, sondern auch die Welt mitgestalten. Beim diözesanen Ministrantentag des Erzbistums Bamberg setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit der Frage auseinander, wie eine gerechtere, nachhaltigere und lebenswertere Zukunft aussehen kann. Unter dem Motto "Minis mischen mit - mit Weihrauch und Herz für eine Welt, die anders läuft" standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (auch SDGs = Sustainable Development Goals) im Mittelpunkt. Bereits beim Auftakt auf der Bühne neben der Basilika wurden deutlich: Der Weltkugel "Erdi" geht es nicht gut. Durch Kriege und menschlichen Raubau an der Schöpfung ist sie verbeult und verwundet. Dabei könnten die 17 Nachhaltigkeitsziele doch eine wirklich hervorragende gemeinsame Grundlage für ein gutes Leben weltweit, in Gegenwart und Zukunft sein. Bereits beim Auftakt auf der Bühne neben der Basilika wurden schnell deutlich: Der Weltkugel "Erdi" geht es nicht gut. Durch Kriege und menschlichen Raubau an der Schöpfung ist sie verbeult und verwundet. Dabei könnten die 17 Nachhaltigkeitsziele doch eine wirklich hervorragende gemeinsame Grundlage für ein gutes Leben weltweit, in Gegenwart und Zukunft sein. Die Acht- bis Zwölfjährigen gestalteten im Lauf des Tages in 30 Gruppen jeweils einen Teil einer nachhaltigen Stadt. Für die 13- bis 18jährigen stand ein Planspiel auf dem Programm: In der Rolle fiktiver Länder suchten zwölf Jugendgruppen nach Lösungen für deren unterschiedliche Herausforderungen. Auf einer "Innovationsmesse" lernten sie als Länderdelegationen mögliche nachhaltige Projekte sowie die damit verbundenen Nachhaltigkeitsziele kennen. Im abschließenden Gottesdienst würdigte Diözesanjugendpfarrer Gerd Richard Neumeier das Engagement der Kinder und Jugendlichen: "In unseren Bamberger Minis hier steck Riesenpotential, die Welt zu einem besseren Ort zu machen." Verantwortung für die Schöpfung sei dabei Antwort auf den liebenden Zuspruch Gottes an seine Schöpfung. Der Diözesantag hat eindrucksvoll gezeigt: Eine bessere Welt beginnt nicht erst bei großen politischen Entscheidungen. Auch junge Menschen können mit ihren Ideen, ihrem Engagement und ihrem Gemeinschaftssinn etwas bewegen.

  • 27.10.2026

Nach langwieriger Sanierung wurde das Erlanger Pacelli-Haus im Sommer 2026 feierlich wiedereröffnet. Im Rahmen umfangreicher Umbaumaßnahmen wurde dabei "so nachhaltig wie möglich" gebaut. Ein Schwerpunkt der Sanierung lag dabei auf der energetischen Modernisierung der Gebäudehülle. Die insektenfreundlich bepflanzten Außenanlagen senken durch Entsiegelung und Schatten spendende Stadtbäume Hitzespitzen und mindern die Überschwemmungsgefahr. Im Innenraum folgte man dem Grundsatz "Erhalten statt Ersetzen". Überall wurden so weit als möglich rückbaufähige und nachhaltige Baustoffe bevorzugt verwendet. Mit der umfassenden Sanierung des Pacelli-Hauses wurde ein prägendes Gebäude der Erlangener Innenstadt für kommende Generationen erhalten. Ziel war es, die architektonische Qualität des Bestands zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäße Anforderungen an Energieeffizienz, Funktionalität und Nachhaltigkeit zu erfüllen. Dadurch konnten wertvolle Ressourcen geschont, die im Gebäude gebundene graue Energie erhalten und der unverwechselbare Charakter des Hauses bewahrt werden. Das Ergebnis verbindet moderne Architektur mit einem verantwortungsvollen Umgang mit bestehender Bausubstanz.

  • 26.10.2026

Farbgewaltig präsentiert die Eberner Künstlerin Anne Olbrich aktuell im Bistumshaus St. Otto ihre Interpretation des Sonnengesang des Hl. Franziskus. Abstrakt und metaphorisch werden die Strophen dargestellt, eher ein Ausfluss der inneren, auch emotionalen Resonanz, die die einzelnen Strophen bei der Malerin ausgelöst haben. Äußerer Anlass für die neuesten Werke von Anne Olbrich war das 800. Todesjahr des Heiligen aus Assisi im Jahr 2026 und damit auch das 800. Jubiläum der Fertigstellung des Sonnengesangs. Der Lobpreis der Schöpfung ist einerseits der erste lyrische Text, der uns in Italienisch überliefert ist, andererseits ein absoluter Spitzentext christlicher Schöpfungsspiritualität. In ihm preist Franziskus die Schöpfung Gottes in all ihrer Pracht als Werk des Schöpfers und bittet sie an seiner statt (als seine Geschwister) mit ihrer Existenz Gott zu loben. Eine Perspektive, die - so Pater Maximilian Wagner aus Anlass der Vernissage - bei uns Menschen heutzutage etwas in Vergessenheit geraten ist: "Der Mensch hat der Natur seine Herrschaft aufgezwungen, sie ausgebeutet, sie beraubt und verpfuscht." Die vom Fachbereich Umwelt und Klima des Erzbistums initiierte Ausstellung ist bis auf weiteres im Bistumshaus St. Otto zu dessen Öffnungszeiten zu sehen.

  • 26.10.2026

Beim diesjährigen Wertetag der Bamberger Maria-Ward-Schulen (Realschule, Gymnasium) beschäftigte sich ein Workshop auch mit dem Thema Schöpfungsverantwortung. Ausgangspunkt des von Realschullehrer Martin Bahl und Sebastian Zink (Umweltreferent des Erzbistums) geleiteten Workshops war die Erkenntnis, dass nach christlichem Schöpfungsverständnis alle Lebewesen Mitgeschöpfe sind - mit einem eigenen Wert unabhängig vom Nutzen für den Menschen. Davon ausgehend beschäftigten sich die Schülerinnen v. a. mit der Frage, wie dieser Anspruch im alltäglichen Konsumverhalten verwirklicht werden kann. Neben der Verantwortung für die Schöpfung ging es für die Schülerinnen in weiteren Workshops um "Demokratie, Dialogfähigkeit und Engagement", um "Menschenwürde und gerechtem Zusammenleben" sowie "Werte im digitalen Raum". Auf diese Weise sollten das besondere Profil der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Bamberg "Die andere Lernwelt - überzeugend christlich" konkretisiert und jeweils zwei Schülerinnen pro Klasse (6.-11. Jahrgangsstufe) zu so genannten "Werteinfluenzerinnen" ausgebildet werden.