Die Stadt Bamberg hat das Diözesanmuseum Bamberg mit dem Kleinprojektpreis 2025 im Rahmen des städtischen Programms ‚MitMachKlima‘ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Stadt das besondere zivilgesellschaftliche Engagement des Museums im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wurde kurz vor Weihnachten von Bürgermeister Jonas Glüsenkamp überreicht.
Aus Anlass der Weltklimakonferenz COP30 in Belém in Brasilien vom 10.-21.11.2025 ruft Erzbischof Gössl dazu auf, in den Gottesdiensten in der Erzdiözese Bamberg während der Klimakonferenz das so genannte 'Gebet für die Erde' einzubinden. Es handelt sich dabei um das Abschlussgebet aus der Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus. Darüber hinaus fordert er eine weltweit faire Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen.
Zum Auftakt der internationalen Klimakonferenz in Castel Gandolfo hat Papst Leo XIV. eindringlich zum gemeinsamen Einsatz für eine ganzheitliche Ökologie und für Frieden aufgerufen. Er hoffe, dass die Weltklimakonferenz COP 30 in Brasilien „auf den Schrei der Erde und den Schrei der Armen, Familien, indigenen Völker, unfreiwilligen Migranten und Gläubigen auf der ganzen Welt hören“ werde, sagte er am Mittwoch vor rund 400 Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Kirche aus aller Welt. Die Tagung „Raising Hope for Climate Justice“ fand bis Freitag anlässlich des zehnten Jahrestags der Veröffentlichung der Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus (2013-2025) statt. Die in dem Lehrschreiben benannten Herausforderungen seien heute noch drängender als vor zehn Jahren, sagte Leo.
Das Erzbistum Bamberg tritt dem „Blühpakt Bayern“ des bayerischen Umweltministeriums bei. Damit gehört die Erzdiözese zu den sieben katholischen Bistümern im Freistaat, die sich gemeinsam mit dem Freistaat Bayern für den Schutz von Insekten und die Förderung der Artenvielfalt einsetzen. Eine entsprechende Erklärung hat am Montag, 20. Oktober 2025, der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx gemeinsam mit Umweltminister Thorsten Glauber unterzeichnet. Mit dem Beitritt verpflichtet sich auch das Erzbistum Bamberg, seine kirchlichen Flächen naturnah zu gestalten und Bildungsangebote zum Thema Biodiversität auszubauen.
Am Bayreuther Wissenschafts- und Aktionstag "Klimaschutz heute" am 11.10.2025. aus Anlass von 10 Jahren Pariser Klimaschutzabkommen konnten an einem Ökumenischen Pavillion der evangelischen und katholischen Kirche der eigene CO2-Fußabdruck bestimmt werden. Die meisten Besucherinnen und Besucher emmitieren zwei-drei Mal so viel CO2 wie sie rein rechnerisch dürften, um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten - ein deutliches Zeichen dafür, dass die aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Westeuropa einen Lebensstil, der zu entsprechenden CO2-Emissionen führt, gar nicht zulassen. Verringern kann man den eigenen Fußabdruck durch individuelle Anpassungen freilich schon, das wurden in den anschließenden Gesprächen über die Ergebnisse immer wieder deutlich. Darüber hinaus konnten Klimawimpelketten mit Zitaten aus der Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus durch eigene inspirierende Gedanken, Bilder und Botschaften zum Thema Schöpfungsverantwortung ergänzt werden. Die Klimawimpel-Aktion ist ein gemeinsames Projekt von missio München und der Domberg Akademie Freising. Alle gestalteten Wimpel werden 2026 beim Katholikentag in Würzburg zu einem großen "gemeinsamen Haus" zusammengefügt - als sichtbarem Zeichen für Klima- und Umweltschutz.
Vor der Weltklimakonferenz im November im brasilianischen Belem machen katholische Bischöfe des globalen Südens Druck für einen stärkeren Klimaschutz. In einem gemeinsamen Brief der Bischofskonferenzen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik an UN-Generalsekretär António Guterres und die neue Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, formulieren sie einen moralischen Weckruf an die Weltgemeinschaft. In ihrem 34-seitigen Dokument verurteilen die katholischen Kirchenführer eine Politik, die Profit über das Leben stellt, wie es heißt. "Falsche Lösungen" wie grünen Kapitalismus, die Kommerzialisierung der Natur und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen verurteilen die Bischöfe scharf. Reiche Nationen sollten ihre ökologische Schuld mit fairer Klimafinanzierung begleichen, "ohne den globalen Süden weiter zu verschulden".
Zu einer guten Tradition im herbstlichen Kirchenkalender ist der diözesane Schöpfungstag geworden, den regelmäßig die Fachstelle Umwelt und Klima im Erzbistum ausrichtet. Interessierte waren diesmal nach Nürnberg ins Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) eingeladen, um sich unter dem Leitwort „Hoffnungskraft – Mut zu einem schöpfungsgerechten Lebensstil“ über Möglichkeiten einer ökologischen Umkehr des Menschen auszutauschen, sich weiter zu informieren und zu vernetzen. Dies scheint zehn Jahre nach Veröffentlichung der epochalen Umweltenzyklika „Laudato si‘“ von Papst Franziskus notwendiger denn je. Denn von einem verantwortungsvollen Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen, wie ihn das jüngst verstorbene Kirchenoberhaupt eindringlich anmahnt, ist die Menschheit noch denkbar weit entfernt. Die zerstörerischen Folgen des Klimawandels etwa scheinen eher wieder aus dem Bewusstsein zu schwinden, als dass sie Anlass für entschiedenes Handeln geben. Doch es bleibt die Hoffnung – das wurde bei den Impulsvorträgen, Diskussionsrunden und Workshops im Rahmen des Schöpfungstags, der von der CPH-Akademie mitveranstaltet wurde, immer wieder deutlichalter.
Das IMMERHIN – Haus der Jugend des Jugendamts der Erzdiözese Bamberg beteiligt sich an der bundesweiten Fairen Woche vom 20.09.-26.09.2025. Unter dem Motto „Fair handeln - Vielfalt erleben!“ setzen wir gemeinsam ein Zeichen für globale Gerechtigkeit, Klimaschutz und nachhaltiges Handeln. Mit verschiedenen Veranstaltungen laden wir dich ein, dich zu informieren, mitzudiskutieren und faire Alternativen kennenzulernen. Für einige Angebote ist eine Anmeldung erforderlich.
Im 10. Jubiläumsjahr der Schöpfungsenzyklika Laudato si‘ bringt das Erzbistum Bamberg Kunst, Spiritualität und sozio-ökologische Verantwortung in einen Trialog: mit Installationen, Poesie, Skulpturen und lebendigen Orten der Begegnung. Bäume und Sträucher auf dem Domkranz vor dem Kaiserdom, dazwischen Bänke, die zum Verweilen einluden und gleichzeitig zum Betrachten der zwischen dem Grün aufgestellten Glasskulpturen. Und wer seinen Blick dann nach oben auf die Fassade des Bamberger Doms und auf die gegenüberliegende Neue Residenz richtete, der konnte dort Banner mit Gedichten entdecken. Es war ein wahrhaft ungewöhnliches Projekt, das von Anfang Juni bis Mitte August in Bamberg zu sehen und zu erleben war.
Im Herbst und Winter 2025 bieten der Fachbereich Umwelt und Klima zusammen mit dem Klima- und Energiemanager der Erzdiözese vier Online-Veranstaltungen zum Technischen Umweltschutz an, die jeweils konkret und kompakt in ein Themenfeld einführen, Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen. Zielgruppe sind Kirchenverwaltungsmitglieder aber auch alle, die sich für die Belange des technischen Umweltschutzes in Kirchengemeinden interessieren.